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Das „Haus Eintracht“ ist eine spezialisierte sozialtherapeutische Einrichtung und organisatorisch dem Haus der Betreuung angegliedert. Es liegt im Ortsteil Langenried der Gemeinde Oberreute mit wunderbarer Sicht auf die Nagelfluhkette. Zum Ortskern sind es ca. 10 Gehminuten.

Die Gemeinde Oberreute unterhält ein beheiztes Freibad, Gaststätten und kleinere Lebensmittelgeschäfte. Die ärztliche Versorgung erfolgt über Mediziner vor Ort.

1980 wurde das „Haus Eintracht“ in Langenried bei Oberreute erworben und von einer kleinen Ferienpension zum Seniorenheim für 25 Bewohner ausgebaut. Mittlerweile ist das „Haus Eintracht“ die Heimat für die Außenwohngruppe für den sozialtherapeutischen Langzeitpflegebereich. Mit der Erweiterung der Einrichtung im Jahr 2007 durch einen Neubau verdoppelte sich im Haupthaus die Arbeitstherapie auf ca. 50 Plätze  und es wurden weitere Möglichkeiten für Aufenthaltsräume geschaffen.


Dienstleistungen im Haus der Eintracht

 

„Gemeinschaftliche Individualität“ …

… entwickeln und gestalten wir mit den Bewohnern in unserer offenen Außenwohngruppe. In unserem zwei geschossigen Haus können 23 Bewohner leben. Unsere Wohngruppe ist hausintern in zwei Förderebenen gegliedert. Die 1. Förderebene entspricht der Lebensbegleitung und Eingewöhnung und die 2. Förderebene entspricht der Erprobung.

Unser priores Ziel ist der Auszug, welcher Stück für Stück in Abstimmung auf die Bewohner und gemeinsam mit ihnen erarbeitet wird. Ergänzt und komplettiert wird dieser Prozess durch unsere Bewohner in der Lebensbegleitung. Eine Aufnahme in unser Haus setzt eine Abstinenz- und Absprachefähigkeit, eine vollzogene Entgiftung und physiologische Mobilität voraus.


Wohnen im Haus der Eintracht

Das Haus Eintracht verfügt über 9 Einzelzimmer und 7 Doppelzimmer mit einer Außenwohngruppe und einem offenen Wohngruppenbereich (2 Gruppen).


Betreuung und Hilfe

Die Voraussetzung für eine Aufnahme im „Haus Eintracht“ ist die Abstinenz- und Absprachefähigkeit des Bewohners. In 2 Wohngruppen wird durch intensives Training das Ziel einer baldigen Entlassung angestrebt. Durch die kleinen Wohneinheiten kann flexibel und individuell auf die Bewohnerbelange eingegangen werden, sodass eine familiäre Atmosphäre gegeben ist.

Die Wohngruppen sind in 2 Förderstufen  eingeteilt:

Förderstufe 1:    Unterstützung und Hilfestellung im Alltag und Freizeitbereich.
Förderstufe 2:   Förderung der sozialen Kompetenzen, Sicherheit im Umgang mit den Auswirkungen der Erkrankung des Bewohners.

Förderebene 1 = Lebensbegleitung und Eingewöhnung

Bei Neuaufnahme oder interner Übernahme von Bewohnern aus dem Wohnbereich II findet eine hausinterne Eingliederung in die 1. Förderebene = Eingewöhnung für mindestens 4 Monate statt. Hier soll den Bewohnern Zeit gegeben werden, sich an die Struktur unseres Hauses und die örtlichen Gegebenheiten zu gewöhnen und in die Hausgemeinschaft integriert zu werden. Dem Personal bietet es die Möglichkeit, eine passende Bezugsperson zu finden, welche dem Bewohner mit Unterstützung in der Eingewöhnung zur Seite steht und in Partizipation ressourcenorientierte Freizeitmöglichkeiten, Zielvereinbarungen und individuelle Problembewältigungen erarbeiten kann, sowie in passende Hausdienste einteilt.

Nach erfolgter Eingewöhnung wird im Team eruiert, ob der Bewohner in Hinsicht auf einen zukünftigen Auszug und der Vermeidung von weiteren physischen und psychischen Folgeschäden in die Förderebene 2 übernommen  oder der Förderebene 1 (Lebensbegleitung) zugeordnet bleibt, in der wir daran arbeiten, dass entsprechend § 53 SGB XII „eine vorhandene Behinderung bzw. deren Folgen beseitigt oder gemildert werden können“.

Unsere lebensbegleitende Gruppe ist entstanden, da wir auch Bewohner übernehmen, welche eine kleine Gemeinschaft zu ihrem Wohl benötigen und denen wir viel individuelle Aufmerksamkeit zu teil werden lassen können. Diese Inhomogenität bietet den beiden Gruppen die Möglichkeit voneinander zu profitieren.

Förderebene 2 = Erprobung

In der 2. Förderebene steht die Erprobung im Fokus. Der Grundstein der zukünftigen Selbständigkeit liegt hier in der nötigen Compliance. Neben der bereits vorhandenen kontinuierlichen Teilnahme am Sozialen Kompetenz Training, am  Arbeitstraining, sowie an einer Selbsthilfegruppe und der unaufgeforderten Durchführung der Hausdienste, dienen auch spezielle Freizeitaktivitäten mit Bewohnern des identischen Förderniveaus zur Integration, wertvollen Auseinandersetzung mit Mitmenschen und zur Übernahme von Verantwortung. Die Anforderung an unsere  Bewohner in der Außenwohngruppe besteht im eigenständigen Durchführen von Telefonaten, selbstständigen Einkaufen und Kochen, eigenständigen Wahrnehmen von Terminen und in der Eigenverwaltung des zur Verfügung stehenden Barbetrages sowie der eigenständigen Medikamenteneinnahme. Unsere „Offene Sprechstunde“ bietet den Bewohnern  Hilfen, Tipps und Übungen im Umgang mit Behörden, mit Internet, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Nutzung von externen Hilfen etc. Da wir eine enge Zusammenarbeit mit unseren Bewohnern, mit Betreuern und allen Stakeholdern, die am Hilfeplan beteiligt sind, pflegen, kann schon frühzeitig eine passende Wohnform in der gewünschten Region gesucht sowie die Anbindung an eine externe Selbsthilfegruppe erarbeitet werden. Um soziale Kontakte zu knüpfen und Sicherheit bekommen zu können, ist es wünschenswert, dass sich unsere Bewohner in vermehrten Außenaufenthalten erproben.


Aktivitäten und Gemeinschaft

Haus Eintracht der Altenpflege Fink in Untertrogen
Haus Eintracht der Altenpflege Fink in Untertrogen

Damit unsere Bewohnern ihren Aufenthalt in unserer Einrichtung vielfältig und bereichernd gestalten können und um den Erhalt oder den Ausbau vorhandener Ressourcen sicherzustellen sowie unsere  Bewohner in die gesellschaftliche Gemeinschaft weitestgehend zu integrieren, bieten wir regelmäßig Aktivitäten sowie die Teilnahme an Veranstaltungen in der näheren Umgebung an. Je nach Wohnbereichen und entsprechend den vorhandenen Fähigkeiten, Ressourcen unserer Bewohner besteht unser Angebot unter anderem aus

  • internen und externen Festen und Feiern im Jahreskreislauf,
  • Ausflugsfahrten,
  • Allwettergruppe (Stadtbummel, Besichtigungen, Cafebesuch,…),
  • Nachtcafe,
  • Gesprächsgruppen,
  • Gruppenspiele und Spielabende (wie Billard, Schach- und andere Brettspiele, Tischfußball),
  • kognitives Training und Ergotherapie,
  • Theater- und Konzertbesuche,
  • Gottesdienste,
  • Kinobesuche,
  • Fotogruppe,
  • sportliche Aktivitäten (wie Schwimmen, Walken, Wandern, Tischtennis, Boccia),
  • kreatives Gestalten und Dekorieren.

Vorrangiges Ziel aller Freizeit- und Beschäftigungsangebote ist eine erfüllende und bereichernde Lebensgestaltung unserer Bewohner. Damit  sollen Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl gestärkt werden. Die Intention unserer Maßnahmen ist, vorhandene Ressourcen  zu erhalten, zu erweitern und  zu festigen sowie eine Grundlage für das Erlernen neuer Fertigkeiten und Kompetenzen zu schaffen.

Kontakt:

Haus der Eintracht
Langenried 17
D-88179 Oberreute
Tel. +49(0)8387/534